AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 47/2011

Deutsche Bischofskonferenz befürchtet Zweckentfremdung von Entschädigungszahlungen für Missbrauchsopfer


Eine Zweckentfremdung etlicher Millionen Euro Wiedergutmachungszahlungen für Missbrauchsopfer aus Erziehungsheimen befürchtet die Deutsche Bischofskonferenz (DBK). Sie fordert deshalb, die rund 120 Millionen Euro aus einem neu eingerichteten Fonds "weitgehend den Betroffenen zukommen" zu lassen. Von Januar 2012 an sollen daraus Hilfen für ehemalige Heimkinder gezahlt werden. 20 Millionen Euro sind für Rentennachzahlungen vorgesehen. Die Bischofskonferenz will nun verhindern, dass die Sozial- und Familienminister der Länder eine zweistellige Millionensumme aus dem Hilfsfonds für die Verwaltungskosten ihrer Beratungsstellen entnehmen. DBK-Sekretär Hans Langendörfer fordert dazu auf, die Anlauf- und Beratungsstellen "aus anderen Mitteln zu finanzieren". Die Bundesregierung hatte den Entschädigungsfonds, in den Länder, Bund und Kirchen zu je einem Drittel einzahlen müssen, Anfang des Jahres beschlossen.



© DER SPIEGEL 47/2011
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