AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 50/2011

Berliner Justizsenator Braun wusste schon vor Amtsübernahme von möglichem Ärger wegen Beurkundung von Schrottimmoblien

Der Berliner Justizsenator Michael Braun (CDU) wusste vor seiner Amtsübernahme, dass er wegen dubioser Immobiliengeschäfte unter Druck kommen könnte. Im August war Braun über das Berliner Landgericht ein 32-seitiger Schriftsatz zugestellt worden, der detailliert drei Fälle von vermeintlich "sittenwidrigen" Geschäften auflistete, die Braun sowie dessen Sozius als Notare be urkundet haben sollen. Der Senator steht seit Anfang Dezember in der Kritik, nachdem der Finanzinformationsdienst Gomopa über angebliche Verstrickungen Brauns in sogenannte Schrottimmobiliengeschäfte berichtet hatte, bei denen Anleger offenbar über den Tisch gezogen wurden. Bereits 2010 hatte das Kammergericht Berlin die Immobilienfirma Grüezi Real Estate wegen eines Geschäfts mit solchen Immobilien zu 109.000 Euro Schadensersatz verurteilt, weil der Käufer falsch beraten wurde. Braun, der daran nicht beteiligt war, hatte in der Vergangenheit eine Reihe von Verkäufen be urkundet, die Immobilien aus dem Eigentum der Grüezi-Unternehmens gruppe betrafen. Der Senator ließ einen Sprecher erklären, er dürfe sich aus rechtlichen Gründen zu den Vor gängen nicht äußern. Er habe sich aber als Notar nichts vorzu werfen.

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