Neue Hinweise auf gravierende Fehler der Polizeiführung bei Duisburger Love Parade

Rund eineinhalb Jahre nach der Duisburger Love-Parade-Katastrophe gibt es neue Hinweise auf gravierende Fehler der Polizeiführung. So hatte die Besatzung eines Hubschraubers den Führungsstab explizit vor einem gefährlichen Engpass auf der Zugangsrampe zum Partygelände gewarnt. Der Weg war in der Mitte durch Metallgitter verengt. Dort stauten sich am Nachmittag der Techno-Veranstaltung Tausende Besucher. Wie aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft hervorgeht, forderten die Beamten im Helikopter ihre Kollegen am Boden per Funkspruch auf: "Räumt die Gitter weg, dann läuft auch wieder alles." Aus bislang unbekannten Gründen wurde die Forderung jedoch nicht umgesetzt. Auch der britische Wissenschaftler Keith Still, der im Auftrag der Duisburger Staatsanwaltschaft die Ursachen der Love-Parade-Katastrophe untersuchte, kam in einem dem SPIEGEL vorliegenden Gutachten zu dem Schluss, dass der Engpass auf der Rampe am 24. Juli 2010 mit zu der Massenpanik beitrug, die 21 Todes opfer und Hunderte Verletzte forderte.

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