Thyssen- Krupp-Chef Hiesinger fordert Strompreis auf EU-Niveau

Die deutsche Schwerindustrie schlägt wegen der schleppenden Energiewende Alarm. Die energieintensive Konzerne in Deutschland geraten in immer größere Schwierigkeiten, ihre Produktion aufrechtzuerhalten. Gründe sind neben den unkalkulierbaren Stromkosten auch minimale Schwankungen in dem durch Kapazitätsengpässe äußerst angespannten Stromnetz. In sensiblen Produktionsbereichen verursachen diese Schwankungen inzwischen Millionenschäden. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger fordert zum Schutz deutscher Industrie- Standorte eine Art Benchmark-System von der Bundesregierung. Zwar sei die Industrie bereit, einen maßgeblichen Beitrag zur Energiewende zu leisten, so Hiesinger gegenüber dem SPIEGEL. Trotzdem müsse in einem Benchmark-System fest geschrieben werden, dass sich der deutsche Industrie-Strompreis künftig am europäischen Durchschnitt orientieren müsse. Anders, so Hiesinger, sei die Konkurrenzfähigkeit bestimmter Standorte auf Dauer nicht zu gewährleisten. Die Kritik der Industrie richtet sich besonders gegen die schleppende Umsetzung der im vergangenen Jahr von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende. So sei der dringend notwendige Aufbau von Stromnetzen und -speichern nicht einmal ansatzweise zu erkennen. Eine Koordination der wichtigen Aufgaben finde in der Bundesregierung nicht statt.

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