CDU will Image-Kampagne von Hannelore Kraft prüfen lassen

Die nordrhein-westfälische CDU hat Bundestagspräsident Norbert Lammert gebeten, eine Veranstaltungsreihe von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wegen des Verdachts der verbotenen verdeckten Parteienfinanzierung zu überprüfen. Die Regierungschefin legt alle paar Wochen einen sogenannten Tatkraft-Tag ein. Dabei besucht sie Betriebe und arbeitet etwa in einer Großküche mit, um die Probleme der Menschen vor Ort besser kennenzulernen. Am Ende solcher Veranstaltungen gibt es einen Empfang mit Bürgern und Presse. CDU-Generalsekretär Oliver Wittke kritisiert jetzt in seinem Schreiben an den Bundestagspräsidenten, dass Kraft diese Praxistage bereits im Wahlkampf als SPD-Spitzenkandidatin durchgeführt habe. Name, Konzept und Zielgruppe seien unverändert geblieben, nur dass die Auftritte jetzt aus der Steuerkasse bezahlt würden. Zudem erwecke die persönliche Website von Kraft "den Anschein, es handle sich bei diesem Veranstaltungsformat noch immer um einen Bestandteil der Parteiarbeit". Sieben solcher "Kraft-Tage" haben im vergangenen Jahr rund 130 000 Euro gekostet

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