Kachelmann erwirkt Verfügung gegen Alice Schwarzer


Vorigen Mai wurde Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen - die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer jedoch lässt das Thema bis heute nicht los. Nun hat die streitbare Journalistin erneut eine einstweilige Verfügung kassiert. Die von Schwarzer herausgegebene Zeitschrift "Emma" hatte anlässlich der Wahl zum Unwort des Jahres zwei eigene Unwörter vorgeschlagen: "einvernehmlicher Sex" und "Unschuldsvermutung". Für eine Begründung, so "Emma", "fragt man am besten Nafissatou Diallo oder Claudia D. oder irgendeine von den 86.800 geschätzten vergewaltigten Frauen im Jahr, deren Vergewaltiger nie angezeigt, nie angeklagt oder nie verurteilt wurden". Das Landgericht Köln sah darin eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte Kachelmanns und gab damit einem Antrag von dessen Anwalt Ralf Höcker statt. Mit "Claudia D." war in Presseberichten jene Klägerin bezeichnet worden, die Kachelmann seinerzeit vor Gericht gebracht hatte. Schwarzer hatte damals für "Bild" über den Prozess berichtet. Zur einstweiligen Verfügung wollte sie sich nicht äußern.



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