Verbraucherschützer mahnen Google ab


Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat vergangene Woche den US-Konzern Google wegen seiner neuen Datenschutzrichtlinien abgemahnt. Viele Klauseln seien zu unbestimmt formuliert und benachteiligten die Verbraucher, heißt es zur Begründung. "Außerdem ist der neue Text gespickt von Begriffen wie 'möglicherweise', 'gegebenenfalls' oder 'unter Umständen'", kritisiert VZBV-Chef Gerd Billen. "Der Verbraucher weiß am Ende nicht, wozu genau er seine Zustimmung erteilt und wozu nicht." Nach Auffassung der Verbraucherschützer fehlt damit die Voraussetzung für eine rechtskonforme Datenschutzerklärung. Google hat bis 23. März Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Der Suchmaschinen-Riese hat Anfang März eine übergreifende Nutzungsrichtlinie für seine Dienste wie Google Mail, Google+ oder Google Docs eingeführt, die allerdings keinen Hinweis darauf enthält, was mit den gesammelten Daten der Nutzer genau passiert. Datenschutzexperten fürchten, dass der Konzern damit umfassende Nutzerprofile erstellt und für Werbezwecke nutzen will.



© DER SPIEGEL 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.