Theaterkritiker linkte jahrelang "Mitteldeutsche Zeitung"

Der Theaterkritiker der "Mitteldeutschen Zeitung" ("MZ"), Andreas Hillger, 45, hat jahrelang unter Pseudonymen Bühnenstücke verfasst, die in seinem Berichtsgebiet aufgeführt wurden. Er wählte dazu die Namen August Buchner und Frank Wallis und brachte es so zum meist gespielten Gegenwartsautor in Sachsen-Anhalt. Von "Buchner" wurde etwa 2008 das Theaterstück "Verbotenes Spiel" in Halle uraufgeführt, von "Wallis" das Stück "Jagd auf Junker Jörg" während des Wittenberger Sommertheaters 2010. In der "MZ" wurde "Wallis" von Dritten als "junger, sehr belesener Autor" beschrieben. Vor wenigen Tagen berichtete Hillgers Frau Ilka, die als Freie für die "MZ" arbeitet, in der Zeitung von einer "umjubelten Uraufführung" eines "Buchner"-Stückes in Dessau. Hillger selbst schrieb lobende Artikel über die Theatermacher, die seine Stücke auf die Bühne brachten. Auf Anfrage räumt Hillger ein, sich hinter den Namen Buchner und Wallis zu verbergen. Er habe in einer "Grauzone" agiert und um Aufhebung seines Arbeitsvertrages gebeten.

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