Frühere Zweckgesellschaften der IKB machen eine Milliarde Euro Schadensersatz geltend

Die staatliche Förderbank KfW kann mit hohen Entschädigungszahlungen aus ihrem IKB-Erbe rechnen. Frühere Zweckgesellschaften der IKB, die sich mit komplexen Kreditpapieren verzockt hatten, wollen Schadensersatzansprüche gegen mindestens fünf Banken geltend machen, die ihnen die Produkte einst verkauft hatten. Es geht dabei um rund eine Milliarde Euro. Im Erfolgsfall würde das Geld größtenteils der KfW zufließen, die damals 38 Prozent an der Mittelstandsbank hielt und diese 2007 mit einer Acht-Milliarden-Euro-Spritze vor dem Untergang rettete. Die Zahlungen könnten die Gewinne der KfW erheblich vergrößern, denn ihre Hilfen an die IKB sind bereits vollständig ab geschrieben. 2011 machte die KfW ein Plus von 2,1 Milliarden Euro. Mit der Deutschen Bank und einem französischen Institut haben die einstigen IKB-Gesellschaften, die rechtlich unabhängig sind, bereits Vergleiche erzielt. Die übrigen Auseinandersetzungen könnten sich wegen ihrer Komplexität über mehrere Jahre hinziehen. Vorsorglich sind deshalb über entsprechende Verträge mit den Gegenparteien Verjährungsfristen ausgesetzt worden.

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