Unternehmen, die Befreiung von der EEG-Umlage anstreben, müssen ab Februar Gebühren für ihre Anträge bezahlen


Industrieunternehmen, die ihre Umlage zur Förderung der erneuerbarer Energien begrenzen lassen wollen, müssen ab Februar Gebühren für ihre Anträge beim Staat bezahlen. Das sieht eine Verordnung von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) vor. Eine abschreckende Wirkung für Antragsteller dürfte von der neuen Gebühr allerdings kaum ausgehen, da sie nur einen Bruchteil der zu erwartenden Entlastung ausmacht. Ein energieintensives Unternehmen wie eine Papierfabrik mit einem Jahresverbrauch von etwa 100 Gigawattstunden müsste nach der Verordnung etwa 6500 Euro für den Antrag entrichten; die Begrenzung selbst brächte der Firma jedoch ein Plus von 5,1 Millionen Euro. Der grüne Energieexperte Oliver Krischer hält die neue Gebührenordnung für den "albernen Versuch, in der Öffentlichkeit den Anschein einer finanziellen Beteiligung der ansonsten befreiten Industrie zu erwecken".



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