AfD-Stiftung startet mit Finanzproblemen


Die geplante Stiftung der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) steht finanziell auf wackeliger Basis: Nach Angaben aus Parteikreisen stehen für die Startphase der Desiderius-Erasmus-Stiftung maximal 35.000 Euro zur Verfügung. Auch diese kleine Summe ist aber nicht gesichert, denn die Partei kann das Kapital nicht selbst aufbringen, sondern will es aus den Kassen von zwei Vorgänger-Vereinen der AfD bestreiten: der "Wahlalternative 2013" und dem "Bündnis Bürgerwille". "Diese Vereine haben durch die Gründung der AfD ihren Daseinszweck verloren", erklärt der geplante Stiftungsvorsitzende und AfD-Bundessprecher Konrad Adam.

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Allerdings weigert sich die Wahlalternative 2013, die 15.000 Euro aus ihrer Vereinskasse abzugeben. "Es handelt sich um Spenden von Bürgern, die sich gegen die Euro-Rettung engagiert haben", sagt ihr Geschäftsführer Norbert Stenzel. "Wir können sie keiner Stiftung übertragen, ohne die Zustimmung der Mitglieder einzuholen."



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