Air Berlin muss aus Finanznot Zahlungen an Piloten verschieben


Deutschlands zweitgrößte Fluglinie Air Berlin befindet sich finanziell offenbar in einer weitaus prekäreren Lage als bislang vermutet. Das meldet das Hamburger Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe unter Berufung auf eine interne Mitteilung der Firma. Demnach informierte das Unternehmen die 1250 Air-Berlin-Piloten Ende Januar, dass tariflich fest vereinbarte Überstundenzuschläge erst im Juni ausbezahlt werden könnten – ein halbes Jahr später als vorgesehen. Als Grund gibt die Unternehmensleitung "geopolitische Geschäftseinbrüche" an, infolge der Flüchtlingskrise und der vergangenen Anschläge in Paris und Istanbul. "Durch diese Belastungen", so das interne Rundschreiben, sei "ein nennenswerter Prozentsatz des Geschäftes weggebrochen". Zusätzlich sollen die Air-Berlin-Flugzeugführer auf eine ursprünglich geplante Gehaltserhöhung von vier Prozent verzichten, wie das Blatt kürzlich schon berichtet hatte.



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