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Anklage gegen Kunstbetrüger

Im Skandal um eine mutmaßliche Betrügerbande, die mit gefälschter russischer Avantgardekunst gehandelt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Wiesbaden Anklage gegen drei Beschuldigte erhoben. Den früheren Galeristen Itzhak Z. und Moez H. wird vorgeworfen, gemeinsam mit einem Helfer 18 gefälschte Kunstobjekte angeboten zu haben. Darunter sind Werke im Stil von Kasimir Malewitsch, Alexej von Jawlensky und Natalja Gontscharowa. Die Schadenssumme, die durch den Verkauf von elf mutmaßlichen Fälschungen entstand, beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf rund drei Millionen Euro. Die Verteidiger von Z. und H. wollten sich gegenüber dem SPIEGEL zunächst nicht zu den Vorwürfen gegen ihre Mandanten äußern. Die Affäre war im Juni vergangenen Jahres herausgekommen, nachdem deutsche und israelische Fahnder einen internationalen Betrügerring gesprengt hatten (SPIEGEL 25/2013). Die Ermittler vermuten, dass die vermeintlichen Meisterwerke in Wahrheit in russischen und israelischen Fälscherwerkstätten fabriziert wurden.

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