Die neusten Verzögerungen bei der Lieferung von Siemens-Hochgeschwindigkeitszügen haben womöglich auch interne Gründe. Verantwortlich sind vor allem die Führungsstruktur des Konzerns und der Mangel an erfahrenen Fachkräften. So hat im Fall der verspäteten ICE für die Bahn die Fachabteilung frühzeitig darauf hingewiesen, dass die Züge in der vorgesehehen Auslagung womöglich nicht genehmigungsfähig sein könnten. Die hauseigenen Experten haben bei ihren eher kaufmännisch orientierten Vorgesetzten aber wenig Gehör gefunden. Ein Siemens-Sprecher bestritt gegenüber dem SPIEGEL die Darstellung. Schon jetzt fehlen im Konzern oft ältere, erfahrende Mitarbeiter. Dem wollen die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat nun entgegen wirken. Bei der bevorstehenden Sitzung des Kontrollgremiums am Dienstag dieser Woche wollen sie dem Management Zugeständnisse abringen. "Wir werden den Vorstand auffordern, ein klares Signal zu setzen, dass im Konzern keine weiteren Personaleinschnitte erfolgen", sagt ein Mitlied des Siemens-Aufsichtsrats.
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