DER SPIEGEL


BDI-Chef Keitel muss auf Bewerbungstour gehen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist mit dem Versuch gescheitert, dem amtierenden Chef Hans-Peter Keitel auf galante Weise eine dritte Amtszeit zu sichern. Vor der letzten Sitzung des einflussreichen Präsidiums hatten Vertraute Keitels verbreitet, dieser werde einer weiteren Amtszeit zustimmen, wenn er von den Vizepräsidenten darum gebeten werde. Doch dazu kam es nicht. Stattdessen sprach sich das Gremium dafür aus, die Frage der Neubesetzung in Einzelgesprächen mit den Chefs der Mitgliedsverbände zu klären. Soll heißen: Keitel muss auf Bewerbungstour gehen. Turnusmäßig wäre der Vertreter eines mittelständischen Unternehmens an der Reihe, den BDI zu leiten. Mit Arndt Kirchhoff aus Attendorn und Ulrich Grillo aus Duisburg stünden erfahrene Familienunternehmer zur Verfügung. Aber auch Keitel werden bei der Nominierung im September gute Chancen eingeräumt.

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