BER-Chef Mehdorn muss um Vertragsverlängerung bangen


Wenige Tage vor der nächsten Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft des Hauptstadtflughafens BER muss Geschäftsführer Hartmut Mehdorn um die Verlängerung seines Vertrags bangen. Vertreter der BER-Gesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund trauen dem Manager nach SPIEGEL-Informationen nicht mehr zu, den neuen Terminal zu eröffnen, ohne dabei seinen Etat maßlos zu überziehen.

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Heft 50/2014
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Mehdorns Vertrag läuft noch bis März 2016. Die Gesellschafter müssen aber bis spätestens März 2015 über einen neuen Vertrag für den BER-Chef entscheiden. Aufsichtsratsmitglieder halten eine solche Verlängerung derzeit für unwahrscheinlich. "Wir brauchen dringend einen personellen und organisatorischen Neuanfang", sagte der Bundestags-Fraktionschef der Grünen, Anton Hofreiter, dem SPIEGEL, "der BER ist total vermurkst."

Kritik am Flughafen-Management übt auch der Architekt des BER-Terminals, Meinhard von Gerkan. "Die Entrauchungsanlage funktioniert, der Flughafen funktioniert. Es braucht nur ein Management, das den Bau entschlossen zu Ende führt und die in den Jahren gewachsenen Strukturen verlässt", sagte Gerkan dem SPIEGEL. Dann könne "der Flughafen in spätestens zwölf Monaten baulich fertiggestellt und den Behörden zur Genehmigung übergeben werden".



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