Modern oder historisch? Die Bundesregierung hat sich in die Diskussion um das Erscheinungsbild der Hauptstadt-Mitte eingeschaltet. Es geht darum, wie die Außenanlagen des zukünftigen Berliner Schlosses gestaltet werden sollen. Der Vertreter der Bundesregierung im Stiftungsrat, Bau-Staatssekretär Rainer Bomba, hat sich dabei für die Traditionalisten eingesetzt. Er warnt vor einem "gestalterischen Bruch" zwischen den das Stadtbild prägenden historischen Fassaden des Schlosses und der Umgebung. Nur ein "harmonisches Ganzes" könne am Ende überzeugen, schrieb er an die Berliner Senatsbau direktorin Regula Lüscher, einer Anhängerin moderner Architektur. Die Befürworter der historischen Rekonstruktion im Preußen-Stil plädieren etwa für die Rückkehr des Neptunbrunnens auf den Schlossplatz. Auch die "Rossbändiger" sollen dort wieder aufgestellt werden, ein Geschenk des russischen Zaren Nikolaus I.
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