Explosion einer Dreamliner-Batterie zerstörte Labor eines Boeing-Zulieferers

Schon bei der Entwicklung der Lithium-Batterien, deren Brand zur Stilllegung der Boeing 787 (Dreamliner) geführt hat, ist es zu einer Explosion gekommen. Wie das Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL berichtet, entzündete sich im November 2006 ein Lithium-Ionen-Akku beim Flugzeugzulieferer Securaplane in Tucson im Bundesstaat Arizona. Der Brand zerstörte ein dreistöckiges Gebäude. Auf einen Hinweis hin ermittelte damals die US-Zulassungsbehörde FAA in dem Betrieb. Experten halten den Typ der Stromspeicher, die Boeing gewählt hat, für riskant, weil sie besonders leicht entflammbar seien. "Das hier verwendete Lithium-Kobalt-Dioxid ist eines der gefährlichsten Elektroden-Materialien", sagte Thomas Berger vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie dem SPIEGEL. Es gebe durchaus weniger heikle Alternativen, meint Berger, zum Beispiel Lithium-Eisenphosphat (LFP), wie es in Autos mit Hybridmotor zum Einsatz kommt. "Allerdings haben LFP-Akkus nur etwa zwei Drittel der Energiedichte einer Batterie mit Lithium-Kobalt-Dioxid", sagte der Forscher. Aus Gewichtsgründen haben sich die Boeing-Ingenieure offenbar für den gefährlicheren Stoff entschieden. Boeing wollte sich zu den Details der Batteriekonstruktion nicht äußern.

DER SPIEGEL

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