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Bouffier warnt vor Alternative für Deutschland

Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) hat seine Partei dazu aufgerufen, die neue politische Kraft "Alternative für Deutschland" ernst zu nehmen. "Wir müssen uns das sorgfältig ansehen", sagte Bouffier im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL und fügte hinzu: "Ich kann nur jedem Wähler empfehlen, sich nicht aus Verärgerung über einiges, was ihm in Europa nicht passt, dem wievielten Versuch anzuschließen, eine neue Ein-Themen-Partei zu gründen."

Bouffier lehnte es erneut ab, ohne eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts das Ehegattensplitting auf gleichgeschlechtliche Paare auszuweiten. "Mein Leitbild ist das Grundgesetz. Die Verfassungsväter und -mütter haben zu ihrer Zeit sicher an eine Verbindung von Mann und Frau gedacht, als sie die Förderung der Ehe in das Gesetz schrieben. Dahinter steckte der Gedanke, dass nur Mann und Frau in der Lage sind, für Nachkommen und damit für unsere Zukunft zu sorgen", so Bouffier. "Als politisch Verantwortlicher muss man es aber akzeptieren, wenn das Verfassungsgericht Jahrzehnte später eine Wertung vornimmt, die jedenfalls nach meiner Überzeugung bei der Schaffung des Grundgesetzes nicht Pate stand."

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