Bräunungsstudios mangelt es an qualifiziertem Fachpersonal

Vielen Solarien droht die künstliche Sonnenfinsternis. Seit Anfang November gilt in Deutschland die komplette sogenannte UV-Schutz-Verordnung (UVSV), die die Betreiber von Bräunungsstudios vor ungeahnt große Herausforderungen stellt: Das Personal soll nun nicht mehr nur durch eine knallbraune Gesichtsfärbung, sondern durch Fachwissen glänzen. Jedes Solarium muss eigentlich ab sofort "qualifiziertes Fachpersonal" beschäftigen, das Kunden über Risiken und Nebenwirkungen aufklärt, "Hauttypbestimmungen" vornimmt und "Dosierungspläne" aufstellen kann. Erkannte Träger der Hauttypen I (sehr hell) und II (hell) soll nun das Personal von der Nutzung der Geräte gänzlich fernhalten. Dumm nur, dass bis jetzt lediglich zwei Schulträger die Fachkräfte ausbilden dürfen. In diesen Instituten wurden bis zum 1. November nur etwa 500 Studiomitarbeiter - von geschätzten 30.000 - in einem zweitägigen Kurs geschult. Der Bundesfachverband Besonnung hatte bereits im Mai in einem Brandbrief das zuständige Bundesumweltministerium informiert. Dort versprach man, dass die zuständigen Landesbehörden vom Vollzug der Verordnung Abstand nähmen. Nordrhein-Westfalen will aber dem Personal trotzdem auf die Finger schauen. Die kundige Redaktion der "Sauna & Bäderpraxis" mutmaßt nun, "dass sich der Markt selbst kontrollieren wird". Schon in der Vergangenheit hätten gesetzestreue Studiobetreiber die Behörden gern auf unbesonnene Konkurrenten gehetzt.

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