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Redakteure des RBB klagen über Einmischungsversuche der Politik

Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune hat sich im Mai vergangenen Jahres über das Vorgehen eines RBB-Redakteurs bei RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein beschwert. Der Redakteur hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck wegen des Flughafen-Desasters befragen wollen, am Rande eines öffentlichen Termins zu einem anderen Thema. Platzeck reagierte ungehalten auf die Frage, während die Kamera schon lief. In den frühen Regionalnachrichten sahen die Bürger einen patzigen Platzeck. Nach Braunes Intervention wurde der Beitrag umgeschnitten, in der späteren Berichterstattung fehlte das Gemurre des Ministerpräsidenten. Singelnstein bestätigte den Vorgang und sprach in diesem Zusammenhang von einer "Überfall-Situation" in der sich Platzeck befunden haben. Wie der Sprecher des RBB-Redakteursausschusses, Lutz Oehmichen, gegenüber dem SPIEGEL erklärte, habe es auch andere Einmischungsversuche der Politik gegeben. "Solche Fälle" hätten RBB-Kollegen an das Gremium herangetragen, das über die innere Pressefreiheit wachen soll. Man versuche, bei "Konflikten dieser Art innerhalb des Hauses" zu vermitteln.

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