Die Unionfraktion im Bundestag will Unternehmen künftig verpflichten, Männer und Frauen für gleiche Tätigkeiten gleich zu bezahlen. Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hat Fachpolitiker damit beauftragt, dafür einen Gesetzestext zu formulieren, und steuert damit auf einen Großkonflikt mit der Wirtschaft zu. Offen ist bislang, ob sich die Union für ein eigenes Entgeltgleichheitsgesetz einsetzt. Einen entsprechenden Entwurf der SPD, der Firmen verpflichten würde, ihre Strukturen offenzulegen, hatte die Union noch im vergangenen Sommer als zu bürokratisch abgelehnt. Als denkbar gilt alternativ eine Verschärfung der Rechenschafts- und Dokumentationspflichten von Unternehmen. Zudem könnte im Betriebsverfassungsgesetz verankert werden, dass Betriebsräte künftig auch darüber wachen, ob die Unternehmen Männer und Frauen gleich bezahlen. Kauder ist jedoch skeptisch, ob dies ausreicht, um eine Angleichung der Gehälter zu erreichen. Familienministerin Kristina Schröder und die für Arbeit und Soziales zuständige stellvertretende Fraktionschefin Ingrid Fischbach (beide CDU) prüfen derzeit verschiedene Vorschläge.
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