Chef der Bundesnetzagentur wegen Top-Personalie in Erklärungsnot

Der Chef der Bundesnetzagentur Jochen Homann gerät wegen einer heiklen Personalie in Erklärungsnot. Konkret geht es um die neue Leiterin seiner Pressestelle Anette Fröhlich. Bei der Ausschreibung ihrer hoch dotierten Stelle soll es nach Informationen des Hamburger Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL erhebliche Ungereimtheiten gegeben haben. So wurde eine interne Ausschreibung in der Behörde umgangen und auch der normale Veröffentlichungsweg nicht eingehalten. Im Ergebnis führte das laut SPIEGEL dazu, dass es für die lukrative Stelle nur eine einzige Bewerberin gab: Anette Fröhlich. In der Behörde und im vorgeschalteten Bundeswirtschaftsministerium in Berlin wird nun darüber spekuliert, ob Homann die Ausschreibung bewusst in Richtung Fröhlich gesteuert haben könnte, zumal die gelernte Juristin zum Amtsantritt mit für die Behörde weitreichenden Privilegien ausgestattet wurde. Neben einem üppigen Gehalt gab es eine direkte Verbeamtung und großzügig zugeschnittene Büros. Homann verteidigt den Vorgang gegenüber dem SPIEGEL: Für die Ausschreibung der Stelle eines Pressesprechers gebe es gar kein "übliches Verfahren". Dauer und Form richte sich nach den Erfordernissen. Das sei mit Verwaltung und Personalvertretern so abgestimmt gewesen. Mauscheleien, Druck oder Einflussnahmen habe es nicht gegeben. Zudem erfülle Fröhlich "vollumfänglich" die Anforderungen an den Job. Fröhlich war vor sechs Jahren wegen einer Affäre mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) in die Schlagzeilen geraten. Die beiden haben ein uneheliches Kind.

DER SPIEGEL

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