CSU pocht gegenüber CDU auf Eigenständigkeit im Wahlkampf


Die CSU will sich stärker von der Schwesterpartei CDU abgrenzen und in den anstehenden Wahlkämpfen eigene Schwerpunkte setzen. Anders als die CDU will sich die CSU im Wahlkampf unter anderem für die Einführung einer Pkw-Maut für ausländische Autofahrer sowie für Volksabstimmungen bei der Übertragung von Hoheitsrechten auf die EU und bei neuen europäischen Hilfsprogrammen starkmachen. Außerdem fordert die CSU, dass die Bundesländer selbst über die Höhe der Erbschaftsteuer entscheiden können. Diese Punkte teilte Seehofer der CDU-Vorsitzenden und Kanzlerin Angela Merkel mit. Einig waren sich CDU und CSU beim Strategietreffen der Partei- und Fraktionsspitze vorigen Donnerstag darüber, der SPD und den Grünen weniger Angriffsfläche bieten zu wollen. Dazu sollen einige umstrittene Themen in den nächsten Monaten aufgegriffen werden, etwa die sogenannte Mütterrente. Zudem soll die Einführung eines Mindestlohns ins Wahlprogramm aufgenommen werden und unter Federführung des Kanzleramts ein Konzept gegen Mietsteigerungen in Ballungszentren entstehen.



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