DER SPIEGEL


dapd-Investor erwägt Umbenennung der Agentur

Der Käufer der insolventen dapd, Ulrich Ende, sieht für die Nachrichtenagentur gute Überlebenschancen. "Ich glaube dapd hat viel Substanz", sagte Ende dem Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL. Nach der geplatzten Kooperation mit der US-Nachrichtenagentur AP werde man den Kunden bis Jahresende "ein Angebot unterbreiten, das dem AP-Angebot in nichts nachsteht". Darüber hinaus müsse dapd an seiner "journalistischen Eigenständigkeit arbeiten". Dazu gehörten auch mehr selbstrecherchierte Nachrichten. "Das klingt banal, findet bisher aber zu wenig statt." Eine Umbenennung der Agentur schließt Ende nicht aus: Ob die Marke dapd durch die Insolvenz irreparabel beschädigt sei, "wird der Markt zeigen, erst dann denken wir vielleicht über eine Namensänderung nach". Im Jahr 2010 hatte Ende im Auftrag der damaligen dapd-Eigentümer Martin Vorder wülbecke und Peter Löw versucht, den Nachrichtensender N24 zu erwerben. Löw und Vorderwülbecke stünden aber nicht als versteckte Geldgeber hinter dem Erwerb der dapd: "Ich bin kein Strohmann. Beide dürften überrascht sein", sagte Ende.

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  • Sonntag, 16.12.2012 – 08:11 Uhr
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