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AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 20/2013

Deichmann rechnet mit generell steigenden Schuhpreisen

Die Verbraucher müssen sich auf steigende Schuhpreise einstellen. Das sagte Europas größter Schuhhändler, Heinrich Deichmann, in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Verantwortlich seien vor allem die wachsenden Rohstoffpreise, aber auch die steigenden Lohnkosten in China, wo ein Großteil der Branche mittlerweile seine Ware produzieren lasse. "Die Volksrepublik verändert sich gerade drastisch", so Deichmann. "Insofern wird sich unsere ganze Branche auf höhere Preise einstellen müssen." Das gelte auch für die Verbraucher. Die Preise in seinem eigenen Milliarden-Imperium würden dieses Jahr, in dem auch der 100. Geburtstag von Deichmann gefeiert wird, zwar noch stabil bleiben. "Wir müssen aber mit niedrigeren Gewinnmargen leben."

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Zugleich kündigte der 50-jährige Konzernchef konkret an, nächstes Jahr Russland erobern zu wollen. Zunächst soll Deichmann mit fünf bis sieben Läden in Moskau und Sankt Petersburg starten, wo die Mieten "teils sogar höher als in deutschen Top-Lagen" seien. "Wenn wir Erfolg haben, könnten es in Russland dennoch in absehbarer Zeit hundert Filialen werden", sagte der Essener, der sich vor neuer Internetkonkurrenz wie Zalando wenig fürchtet. Das Web-Portal schreibe "aktuell einen Verlust von 92 Millionen, wie man hört. Wir verdienen mit unseren Online-Shops dagegen schon gutes Geld. Um uns mache ich mir da keine großen Sorgen".

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© DER SPIEGEL 20/2013
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