Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, will den von ehemaligen Mitarbeitern des Konzerns erhobenen Vorwurf falscher Bilanzierung erneut untersuchen. Zwar habe das Gremium eine klare Meinung zu dem Fall, da er aber zu der Zeit, auf die sich die Vorwürfe beziehen, noch nicht in der Bank war, wolle er sich die Vorgänge noch einmal ansehen. Mehrere frühere Mitarbeiter unterstellen dem Kreditinstitut, komplizierte Finanzgeschäfte in der Bilanz falsch bewertet und so einen Milliardenverlust vermieden zu haben.
Der Risikoanalyst Eric Ben-Artzi, der sich mit entsprechenden Vorwürfen an die US-Börsenaufsicht SEC gewandt hat, verschärfte seine Angriffe auf den Frankfurter Konzern. Die Deutsche Bank habe sich die Geschäfte schöngerechnet, sagte er dem SPIEGEL. "Das ist Betrug." Es gehe nicht um die Frage, ob ein Risikomodell richtig oder falsch sei, sondern um einen falschen Wert in der Bilanz. "Da gibt es keine Grauzone, das ist einfach schwarz", sagte Ben-Artzi.
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