Deutsche Behörden bereiten sich auf Terroranschlag durch Biowaffen vor

Die deutschen Behörden bereiten sich auf einen terroristischen Anschlag durch Biowaffen vor: In einer zweitägigen Übung werden die Krisenstäbe auf Bundes- und Landesebene im November die Reaktion auf "außergewöhnliche biologische Bedrohungslagen" testen. "Als Ausgangs lage der Großübung wird ein toxikologischer Angriff einer ideologisch geprägten Tätergruppe angenommen, die auf eine möglichst breite Öffentlichkeit zielt", heißt es in einem internen Vermerk aus einem der beteiligten Ministerien. Die Simulation geht von einem Angriff mit lebensgefährlichen Tularämie-Erregern ("Hasenpest") aus, die über eine Klimaanlage "in die Räume einer stark besuchten Ausstellung" gepustet würden, sowie vom "Einbringen eines Giftstoffs über die Wurstproduktion in die Lebensmittelkette". Hintergrund für die Übung ist die Ausbreitung von Ehec-Bakterien im Sommer 2011. Die Übung findet hauptsächlich in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen statt. Auf Seiten des Bundes sind die Ressorts Inneres, Gesundheit und Verbraucherschutz beteiligt. Krisenmanagement-Tests dieser Art wurden vor neun Jahren als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und das Elbe-Hochwasser im Sommer 2002 eingeführt. Bei der letzten Übung 2011 stand der Schutz vor Cyber-Attacken im Mittelpunkt. Rund 2500 Beteiligte waren im Einsatz. "In Bezug auf die Abstimmungsprozesse der Länder besteht noch Optimierungsbedarf", hieß es im Auswertungsbericht.

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