Ball des Sports kostete 2,5 Millionen Euro - Deutsche Sporthilfe besitzt auch Beteiligungen an Spielbanken

Die Deutsche Sporthilfe veranstaltet eine der teuersten Partys Deutschlands. Der Ball des Sports, zu dem jährlich rund 1800 Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur erscheinen, kostete im Jahr 2011 knapp 2,5 Millionen Euro. Das geht aus internen Unterlagen der gemeinnützigen Stiftung hervor. Die Glamour-Veranstaltung war damit 370.000 Euro teurer als im Jahr zuvor. Die Sporthilfe, die Spitzensportler unterstützt, hält die Zahlen geheim, weil sie in Konkurrenz zu anderen Wohltätigkeitsveranstaltungen steht. Dank der teuren Eintrittskarten erwirtschaftete sie mit dem Ball 2011 einen Überschuss von 800.000 Euro. Auch bei einer anderen Einnahmequelle setzt die Stiftung nicht auf Transparenz. Über ihre Mehrheitsbeteiligung SIM Spielbanken Investitions-, Beteiligungs- und Management GmbH ist sie zusammen mit dem österreichischen Glücksspielmulti Novomatic an Spielbanken in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Dieses Konstrukt aus den neunziger Jahren brachte der Sporthilfe im vergangenen Jahr 200.000 Euro ein. Offenbar passt dieses Glücksspielengagement nicht mehr zum Image der Stiftung (Motto: "Leistung. Fairplay. Miteinander"). Intern wird geprüft, ob die Sporthilfe diese Beteiligung abstoßen kann.

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