Deutsche Steuerzahler finanzierten NSA-Bau bei Griesheim mit


Die Bundesregierung hat umfangreiche Erweiterungs- und Renovierungsarbeiten an einem der wichtigsten Standorte des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland mit finanziert. Aus Steuermitteln flossen rund 858.000 Euro in die Modernisierung des sogenannten Dagger-Komplexes beim hessischen Griesheim. Zwar trugen die Amerikaner die Baukosten von 3,9 Millionen Euro allein. Darüber hinaus entstanden jedoch Planungs- und Bauherrenkosten von mehr als einer Million Euro. Laut einer Vereinbarung von 1975 müssen die USA nur sechs Prozent dieser Nebenkosten zahlen, den Rest tragen die Deutschen - weil der Bund Bauherr vieler US-Militäreinrichtungen in Deutschland ist. Die Amerikaner überwiesen für den Dagger-Komplex 234.000 Euro, auf dem Restbetrag blieb der Bund sitzen. Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele rügt die Finanzspritze: "Dadurch hat die Bundesregierung mit unseren Steuergeldern die dort ansässige NSA finanziert."



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