Die Linke zieht mit Gregor Gysi als Solo-Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf

Im Machtkampf mit seiner Stellvertreterin Sahra Wagenknecht hat sich Linken- Fraktionschef Gregor Gysi offenbar durchgesetzt. Gysi werde alleiniger Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, heißt es in seiner Partei. Der 64-Jährige hatte sich vehement gegen Wagenknecht als gleichberechtigte Co-Kandidatin gewehrt. Gysi kann die Bedingungen diktieren, "weil er weiß, dass es ohne ihn im Moment nicht geht", sagt ein führender Genosse. Um Wagenknecht nicht übermäßig zu brüskieren, will Parteichefin Katja Kipping jedoch ein Kompetenzteam zusammenstellen, das Gysi im Wahlkampf unterstützen soll. Ihm sollen Wagenknecht, Kipping, der Finanzpolitiker Dietmar Bartsch und der Rüstungsexperte Jan van Aken angehören. Während Wagenknecht als strikte Vertreterin eines linken Oppositionskurses gilt, zeigen sich Kipping und Bartsch grundsätzlich offen für ein Bündnis mit SPD und Grünen. Van Aken gehört keiner der drei großen Parteiströmungen an, ist aber ein enger Vertrauter von Kipping. Bartsch, heißt es in der Linksfraktion, zögere noch mit einer Zusage. Ein Team in dieser Zusammensetzung bringe nach seiner Einschätzung nichts und sei vor allem eine "innerparteiliche Befriedungsmaßnahme". Außerdem signalisiere man damit der Öffentlichkeit, dass die eigene Partei einem Solo-Spitzenmann Gysi misstraue. Offiziell will die Parteispitze das Team Gysi nach der Wahl in Niedersachsen am 20. Januar vorstellen.

DER SPIEGEL

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