Dopingopfer Ines Geipel kritisiert LSB-Geschäftsführer Beilschmidt und BStU-Chef Jahn


Ines Geipel, ehemalige Weltklassesprinterin und Vorsitzende des Vereins Doping-Opfer-Hilfe, hat im SPIEGEL den Hauptgeschäftsführer des Landessportbunds (LSB) Thüringen scharf angegriffen. "Beilschmidt war mit seiner Doppelgesichtigkeit die ungeeignetste Person, um den Sport in Thüringen aufzubauen."

Hintergrund sind neu aufgetauchte Dokumente, nach denen der ehemalige Hochspringer und Klubfunktionär des SC Motor Jena in der DDR Informant des Ministeriums für Staatssicherheit war. Laut diesen Dokumenten soll er auch Informationen über das Intimleben von Kollegen an die Stasi weitergegeben haben.

Beilschmidt gibt Gespräche mit Stasi-Offizieren zu, streitet aber ab, Berichte "im Sinne eines IM" geliefert zu haben. Geipel kritisiert in diesem Zusammenhang auch, dass Roland Jahn, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU), unlängst in seinem Buch die Rolle von Beilschmidt verteidigt hat. Die Publizistin Geipel hält diese Haltung von Jahn, der ein alter Freund Beilschmidts ist, für unerträglich: "Wenn das für Jahn Aufarbeitung ist, dann wird diese zur Willkür."



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