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Ehemalige Redakteure der "Frankfurter Rundschau" klagen gegen DuMont

Rund 20 frühere Redakteure und Verlagsangestellte der "Frankfurter Rundschau" ("FR") klagen gegen den ehemaligen Mehrheitseigentümer ihres Blattes, den Verlag M. Du- Mont Schauberg (MDS). Die Zeitungsleute hatten 2011 und 2012 einen Abwicklungsvertrag mit dem alten "FR"-Verlag unterschrieben und warten bis heute auf damals zugesicherte Abfindungen. Es geht um Summen zwischen 50.000 und 150.000 Euro.

DuMont will nicht zahlen, weil sich das Haus seit der "FR"-Insolvenz nicht mehr in der Pflicht sieht. "Die Mitarbeiter wurden damals in der Sicherheit gewogen, ihre Abfindung sei auch bei einer Insolvenz sicher", so Ver.di-Jurist Thomas Hess, der einige Kläger vertritt. "Es hieß stets, Alfred Neven DuMont stehe persönlich dafür gerade." MDS-Sprecher Wolfgang Brüser hierzu: Die Behauptung, wonach der damalige Personalchef der "FR" zugesichert habe, "dass der MDS-Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Neven DuMont persönlich für die Forderungen geradestünde, ist völlig aus der Luft gegriffen". Auch habe "nie ein Zweifel" bestanden, "dass die Mediengruppe M. DuMont Schauberg bereit ist, die auf einem Treuhandkonto liegenden Abfindungsbeträge an die ehemaligen Mitarbeiter der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH auszuzahlen". Dafür benötige man jedoch die Zustimmung des Insolvenzverwalters.

Tatsächlich liegt ein Teil der strittigen Summe – rund 890.000 Euro – auf einem DuMont-Konto bei der Sparkasse Köln-Bonn. Dieses Konto hat der Insolvenzverwalter bisher nicht frei gegeben. Ein Gütetermin vor dem Frankfurter Arbeitsgericht scheiterte. Nun will das Gericht im September über die Abfindungen verhandeln.

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