Ermittler dürfen Tagebücher von Glaesekers Frau auswerten

Im Korruptions-Ermittlungsverfahren gegen den früheren Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, darf die Staatsanwaltschaft auch Tagebücher von dessen Ehefrau auswerten. Das Landgericht Hannover wies eine Beschwerde von Vera Glaeseker gegen die Beschlagnahmung der Unterlagen ab. Sie hatte argumentiert, die Bücher enthielten intime Informationen, die geschützt seien. Die Ermittler sind an den Unterlagen vor allem deshalb interessiert, weil sie Aufzeichnungen und Fotos von Urlauben enthalten sollen. Der Ex-Sprecher Wulffs steht im Verdacht, von Partymanager Manfred Schmidt mehrmals kostenlos mit seiner Frau nach Spanien und Südfrankreich eingeladen worden zu sein. Im Gegenzug soll Glaeseker Schmidts Veranstaltungsreihe in seiner Rolle als Wulffs Sprecher "gefällig gefördert" haben. Der Anwalt von Olaf Glaeseker, Guido Frings, sieht in der Entscheidung des Gerichts keinen Rückschlag für seinen Mandanten in dem Verfahren: "Stattgefundene Reisen werden ohnehin nicht bestritten."

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