Ewigkeitslasten des Bergbaus sind auch ohne Börsengang von Evonik gesichert

Die Ewigkeitslasten des Steinkohlebergbaus können von der RAG-Stiftung problemlos auch ohne den Börsengang von Evonik bezahlt werden. Nach einem Sitzungsprotokoll der RAG-Stiftung vom 10. Juni 2012 hat die Stiftung, die rund 75 Prozent an Evonik hält, vor dem Hintergrund des Börsengangs mehrere mögliche Szenarien durchgerechnet. Wichtigstes Ergebnis: Selbst ohne Börsengang verfügt die Stiftung über genügend Liquidität, die nach Schließung der letzten Zechen Ende 2018 anfallenden Ewigkeitslasten wie das Pumpen von Grundwasser oder Bergschäden bezahlen zu können. Auch unter "konservativen Prämissen", heißt es in dem Protokoll, können die geschätzten Kosten für Ewigkeitslasten in Höhe von rund 220 Millionen Euro jährlich gedeckt werden. Es bleibe sogar ein Überschuss von rund 156 Euro pro Jahr für die Stiftung. Ein Börsengang des Chemiekonzerns wäre somit gar nicht nötig gewesen, schon gar nicht in Zeiten der Euro-Krise. Die RAG-Stiftung rechtfertigt ihr langes Festhalten an dem Evonik-Börsengang: Die gute finanzielle Ausstattung der Stiftung sei nie ein Geheimnis gewesen. Allerdings sei es langfristig nicht gut, nur auf ein Unternehmen zu setzen.

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