Flughafen BER: Architekt von Gerkan kritisiert Politik

Flughafen-Architekt Meinhard von Gerkan wirft der öffentlichen Hand Versagen bei großen Bauvorhaben vor: "Die Politik kann solche Projekte nicht mehr stemmen", sagte er dem SPIEGEL. Gerkans Büro gmp war in die Kritik geraten, nachdem die Eröffnung des von ihm entworfenen Berliner Flughafens im Mai verschoben werden musste. Seither gibt es Streit, wer dort Baumängel zu verantworten hat. Der Planungsgemeinschaft der Büros gmp und JSK wurde von der Flughafengesellschaft gekündigt, und sie wurde verklagt. Bislang hatte sich Gerkan dazu nicht geäußert.

In der am Montag erscheinenden Ausgabe zeichnet DER SPIEGEL die Chronik eines Debakels nach, das auch durch die mangelnde Kontrolle des Milliarden-Projekts verursacht wurde. So hätte der Aufsichtsrat unter dem Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin, Klaus Wowereit, auf Warnungen nicht angemessen reagiert. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der auch stellvertretender Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg ist, betont dagegen die Verantwortung von Architekten und Bauunternehmen: "Offenbar gibt es heute bei großen Bauprojekten einen Komplexitätsanspruch, der Planer und Ausführer gegenseitig überbeansprucht." Platzeck fürchtet grundsätzliche Konsequenzen: "Eine ständig zunehmende Komplexität kann die Gesellschaft überfordern."

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