Schwarz-gelbe Koalition will Schiefergasförderung mit der umstrittenen Fracking-Methode schneller vorantreiben

Die Regierungskoalition will die Schiefergasförderung mit Hilfe der umstrittenen Fracking- Methode in Deutschland noch vor den Wahlen anschieben. Die zuständigen Parlamentarier von CDU/CSU und FDP haben sich deshalb auf Eckpunkte geeinigt, wie eine Erschließung der noch unberührten Vorkommen sicherzustellen ist. Sie wollen damit das faktisch existierende Moratorium in Deutschland gegen das Fracking aufbrechen. "Wir können uns kein ideologisches Verbot leisten, weil Fracking Teil der Energieversorgung sein kann", sagt Michael Kauch, umweltpolitischer Sprecher der FDP im Bundestag. Um die Bedenken gegen die Fördermethode zu zerstreuen, fordern die Koalitionäre unter anderem Umweltverträglichkeitsprüfungen, die den Rückfluss von giftigen Fracking-Chemikalien in das Grundwasser ausschließen sollen. "Es ist klarzustellen", so schreiben sie, "dass in Wasserschutzgebieten Erkundungs- und Gewinnungsmaßnahmen von Erdgas aus Schiefergas mittels Fracking ausgeschlossen sind." Die zuständigen Ministerien für Umwelt und Wirtschaft sind nun bis nächste Woche dazu aufgerufen, Regelungsvorschläge zu erstellen. "Wir wollen noch in dieser Wahlperiode damit durch sein", so Kauch.

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