ARD und ZDF zahlen mehr für Fußball-WM


Die Übertragung der Fußballweltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar wird für ARD und ZDF noch einmal um einige Millionen Euro teurer als die Live-Berichterstattung von der WM 2014 in Brasilien. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten zahlen nach senderinternen Informationen für die Wüsten-Spiele, die 2022 stattfinden sollen, 214 Millionen Euro. Die WM 2018 ist mit rund 218 Millionen um etwa zwei Prozent teurer. Für die Übertragungslizenz des Turniers im Jahr 2014 in Brasilien hatten die Sender schon den Rekordbetrag von 210 Millionen Euro entrichten müssen. 2006 und 2010 hatten ARD und ZDF jeweils nur 179 Millionen aufgebracht - allerdings für ein etwas anderes Rechtepaket. Im Paket des Jahres 2022 enthalten ist auch die Übertragung der Frauen-Fußball-WM 2019. Wichtiges Detail vor allem für die in Katar geplante WM 2022: ARD und ZDF haben die Rechte unabhängig vom Austragungsort erworben, selbst die Jahreszeit, zu der die Spiele wirklich stattfinden, spielt beim eingekauften Paket keine Rolle. Bei den Sendern geht man davon aus, dass die Weltmeisterschaft 2022 im klimatisch angenehmeren Winter, vermutlich von November bis Dezember, stattfinden wird. ARD wie ZDF wollten die Zahlen unter Hinweis auf die Vertraulichkeit der Verträge nicht kommentieren.



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