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Westliche Geheimdienste warnen vor Fehleinschätzung russischer Ukraine-Politik

Geheimdienstler aus Nato-Staaten warnen vor einer Fehleinschätzung der russischen Ukraine-Politik. Präsident Wladimir Putin werde eine Niederlage der Separatisten im Kampf gegen die ukrainische Armee zwar nicht hinnehmen, wolle aber nicht eskalieren. Der Kreml zielt nach dieser Einschätzung vielmehr auf eine Umwandlung der beiden Separatistengebiete um Donezk und Luhansk in funktionierende Verwaltungseinheiten. Im Fall einer Einigung mit Kiew sollten die beiden Gebiete in einer dann föderalisierten Ukraine den Einfluss Moskaus sicherstellen. Vor diesem Hintergrund verweisen die Geheimdienstler darauf, dass die russischen Spezialkräfte in der Ostukraine, laut offizieller Nato-Angabe einige Hundert Mann, auch eine Kontrollfunktion ausübten. Die Nachrichtendienstler gehen von mehr als einem Dutzend Gruppen unter den Separatisten aus, die in der Vergangenheit oft unkoordiniert vorgegangen und für Putin nur schwer zu steuern gewesen seien. Das wolle der russische Präsident jetzt ändern.

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