Gericht verbietet ARD-Film


Der ARD-Film "Die Auserwählten" ist vom Landgericht Hamburg in der ausgestrahlten Fassung verboten worden. Der Spielfilm wurde bereits am 1. Oktober gesendet und stellt fiktiv den systematischen Missbrauch von Schülern durch Lehrkräfte an der Odenwaldschule dar. Bereits im Vorfeld wehrten sich zwei ehemalige Schüler gegen die Ausstrahlung - sie sahen ihre Persönlichkeitsrechte verletzt, weil die Filmfiguren sehr realitätsnah seien. Für einen der Ex-Schüler erwirkte nun der Berliner Medienanwalt Christian Schertz das Verbot. Das Gericht sieht eine "schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung" des Betroffenen, da er als Missbrauchsopfer gezeigt wird. Gegen die Entscheidung können der WDR wie auch die Produktionsfirma NDF Berlin Widerspruch einlegen.



© DER SPIEGEL 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.