Gewerkschaft will Amazon im Weihnachtsgeschäft bestreiken

Die Gewerkschaft Ver.di droht dem Versandhändler Amazon mit Streiks während des Weihnachtsgeschäfts. Schon im September hatten mehrere hundert Amazon-Mitarbeiter in den Verteilerzentren in Leipzig und Bad Hersfeld die Arbeit niedergelegt. Nun wollen Mitglieder der Gewerkschaft im Dezember erneut streiken, also während der umsatzstarken Vorweihnachtszeit. "Ich würde mich an Amazons Stelle nicht darauf verlassen, vor Weihnachten alle Kundenversprechen einhalten zu können", sagt Ver.di-Sekretär Heiner Reimann. Man wolle dann zum Ausstand aufrufen, wenn es Amazon besonders wehtue. Noch unklar ist, ob die Streiks neben Leipzig und Bad Hersfeld auch auf andere Standorte aus gedehnt werden sollen. Die Gewerkschaft will den Online-Händler zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag zwingen und erreichen, dass Amazon seine Mitarbeiter in den Verteilerzentren nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels bezahlt. Das Unternehmen lehnt beides bislang ab. Man sehe für Kunden und Mitarbeiter keinen Vorteil in einem Tarifabschluss, so Amazon. Die derzeitigen Löhne lägen über dem Branchenschnitt. Ver.di will nur dann von neuen Streiks absehen, wenn Amazon bereit sei, ernsthaft zu verhandeln.

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