Große Koalition plant E-Health-Gesetz - Elektronischer Medikationsplan soll kommen


Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr ein sogenanntes E-Health-Gesetz auf den Weg bringen. Das neue Regelwerk soll es einfacher machen, Patienten mithilfe moderner Kommunikationstechnologien zu betreuen. Auf erste Vorgaben haben sich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und die zuständigen Experten von Union und SPD, Jens Spahn und Karl Lauterbach, bei einem Treffen am vergangenen Dienstag geeinigt. So sollen Software-Standards und Schnittstellen vereinheitlicht werden, damit Krankenhäuser und Ärzte leichter Untersuchungsunterlagen austauschen können. Entlassungsdokumente sollen häufiger digital übermittelt werden, um die anschließende Versorgung der Patienten zu verbessern. Außerdem soll es für die Patienten künftig einen elektronischen Medikationsplan geben. Zusätzlich wird geprüft, wie Fernkonsultationen künftig einfacher als ärztliche Leistung über die gesetzlichen Kassen abzurechnen sind. Patienten auf dem Land könnten ihre Röntgenbilder dann beispielsweise auch von Spezialisten in entfernteren Städten untersuchen lassen. Hintergrund des Gesetzes ist, dass die Koalition nun konkrete Fristen für die weitere Entwicklung der umstrittenen elektronischen Gesundheitskarte setzen will.



© DER SPIEGEL 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.