Grüne Feministinnen bangen um frauenpolitisches Profil ihrer Partei


Grüne Feministinnen befürchten Rückschritte bei frauenpolitischen Positionen in der eigenen Partei. "Wir Grüne dürfen nicht hinter das Erreichte zurückfallen", sagt die frauenpolitische Sprecherin der Partei, Gesine Agena. "Trotz der Wahlniederlage im vergangenen Herbst müssen wir den Mut haben, Strukturreformen etwa beim Ehegattensplitting anzugehen." Agena warnt vor einer "drohenden Überängstlichkeit" der Grünen. Diese könnte dazu führen, dass sich die Partei bei gesellschaftlich kontroversen Themen zu stark dem Mainstream anpasse. Gerade was die Abschaffung des Ehegattensplittings betrifft, gebe es eine Tendenz des Zurückruderns: "Die Gefahr ist, dass wir unglaubwürdig werden." Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Dörner bangt um ihre Partei: "Wir müssen unsere frauenpolitischen Wurzeln pflegen", sagt Dörner, "so wichtig die Energiewende ist, für die Identität der Grünen ist es auch zentral, Motor beim Thema Gleichstellung zu sein."



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