Gruner + Jahr prüft Verkauf seiner Immobilie am Baumwall


Gruner+Jahr (G+J) rechnet offenbar einen Verkauf seiner Immobilie am Hamburger Baumwall durch. Neben anderen Optionen prüft der Zeitschriftenverlag derzeit, ob sich ein Sale-and-Lease-Back lohnen könnte: G+J würde das Haus verkaufen und zurückmieten. In Immobilienkreisen ist bereits von einer möglichen Mietdauer von zehn bis 15 Jahren und einem geschätzten Wert von 180 Millionen Euro die Rede.

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Heft 13/2014
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G+J hatte das imposante Gebäude am Hafen erst vor vier Jahren gekauft. Nach dem Bau 1990 war es an eine Leasingfirma ver äußert und dann von G+J gemietet worden. Weil der Preis günstig war, entschied sich der Verlag 2010 jedoch, das Haus wieder zu erwerben. Geprüft wird derzeit auch ein Umbau. So sind größere Modernisierungen etwa der Klima- und IT-Technik nötig, zudem will der Verlag neue Großraumbüros schaffen. Als denkbar, aber unwahrscheinlich gilt der Umzug an einen anderen Standort.

Ein Verkauf des Filetgrundstücks am Baumwall würde die Liquidität von G+J deutlich erhöhen, ein Teil der künftigen Mietkosten aber würde wohl als Schulden gebucht. Ein Gewinnsprung bliebe damit aus. Auf Anfrage erklärt G+J, man entwickle "derzeit - mit sehr langfristigem Blick - mögliche Zukunfts szenarien für moderne Raumkonzepte". Es gebe aber weder konkrete Planungen noch Entscheidungen. Der Verlag fühle sich am Baumwall "sehr wohl".



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