Im Haushaltsausschuss des Bundestages gerieten am vergangenen Mittwoch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs heftig aneinander. Teilnehmer berichteten von einer regelrechten Brüllerei. Schäuble hatte, so empfand es Kahrs, bei der Debatte zur Griechenland-Rettung Fragestellern kaum verklausuliert Unkenntnis vorgeworfen. Der SPD-Parlamentarier konterte, Schäuble solle es angesichts seiner "bescheidenen Bilanz" in Sachen Griechenland-Rettung ruhiger angehen lassen. Der Minister blaffte lautstark zurück, derart müsse er sich nicht belehren lassen. Er sei auch Abgeordneter und das schon viel länger als Kahrs. Der SPD-Mann, ein Reserveoffizier, konterte in gleicher Dezibelzahl, Schäuble könne ihn nicht behandeln wie seinen ehemaligen Pressesprecher, den der Minister vor laufenden Kameras zusammengestaucht hatte. Kein Unionsabgeordneter sprang Schäuble bei. Kahrs bekam Schützenhilfe von Genosse Carsten Schneider, der Schäuble aufforderte, seine "Schurigeleien" gegenüber Abgeordneten einzustellen.
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