Bei der HSH Nordbank steht Aufsichtsratschef Hilmar Kopper vor dem Aus. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, Haupteigner der maroden Bank, suchen schon nach einem Nachfolger und haben dafür mehrere Kandidaten ins Auge gefasst. Ihr Favorit war bis Ende vergangener Woche der frühere Chef der Deutschen Postbank, Wulf Freiherr von Schimmelmann, seit 2009 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Post AG. Schimmelmann soll die schlingernde Bank mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Constantin von Oesterreich stabilisieren und damit die Haushalte der beiden Länder vor hohen Risiken bewahren. Dagegen hat der wegen seiner Eigenwilligkeit gefürchtete Kopper das Vertrauen in Hamburg und Kiel mit mehreren Alleingängen verspielt. Unter anderem hatte er Oesterreichs Vorgänger Paul Lerbinger handstreichartig abgelöst und damit die Länder vor vollendete Tatsachen gestellt. Zudem waren Zweifel aufgekommen, ob Kopper mit seinen 77 Jahren noch die notwendige Konstitution hat, um als Chefaufseher eine Problembank wie die HSH durch die kommenden Jahre zu führen.
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