IG-Metall-Chef Huber verteidigt Vorstandskollegen

Der Chef der IG Metall, Berthold Huber, nimmt seinen wegen Luxusreisen in die Kritik geratenen Vorstandskollegen Bertin Eichler in Schutz. Er stelle die Integrität eines Menschen nicht wegen fünf Flügen in Frage, sagte Huber dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Eichler sehe, dass dies ein Fehler war und werde deshalb nicht mehr für den Aufsichtsrat bei ThyssenKrupp kandidieren. "Wenn er sich nichts anderes vorwerfen lassen muss, dann bleibt er Vorstand der IG Metall", so Huber weiter.

Den Vorwurf, die First-Class-Reisen hätten Eichlers Arbeit als ThyssenKrupp-Aufsichtsrat beeinflusst, wies er zurück: "Herr Eichler hat sich wegen fünf Flügen doch nicht in seiner Arbeit als Aufsichtsrat beeinflussen oder gar kaufen lassen." Die IG Metall habe eine Reiserichtlinie, für Reisen, die auf Veranlassung anderer Unternehmen stattfänden, gebe es jedoch keine Vorschriften. Er selbst sei noch nie im Leben Erster Klasse geflogen, die IG Metall fliege auch nach Übersee bestenfalls Business-Klasse, so Huber im SPIEGEL.

DER SPIEGEL

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