Immer mehr Frauen und Ausländer in deutschen Aufsichtsräten

Die deutschen Aufsichtsräte sind im Zeitraum von 2001 bis 2011 deutlich weiblicher geworden, außerdem stieg der Anteil an Ausländern. Das geht aus einer Untersuchung der Fachhochschule Frankfurt am Main hervor. Gleichzeitig zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Kontrolleuren der Arbeitgeber- und denen der Arbeitnehmerseite: So seien Arbeitnehmervertreter deutlich schlechter qualifiziert, hätten fast nie einen Doktortitel und wesentlich seltener ein Studium absolviert, heißt es in der Studie, für die die Lebensläufe aller Aufsichtsräte der Dax-Unternehmen ausgewertet wurden. Allerdings ist der Frauenanteil unter den Vertretern der Arbeitnehmer etwa doppelt so hoch wie bei den Arbeitgebern. Nur selten gelangen Frauen wie Ann-Kristin Achleitner, die für die Kapitalseite in den Kontrollgremien von Metro und Linde sitzt, in Aufsichtsräte. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist auch ansonsten wenig repräsentativ. Die Forscher stellten fest, dass der Anteil der promovierten und vorstandserfahrenen Kräfte unter den Frauen deutlich geringer ist als bei den Männern – woraus sie folgern, dass Frauen "offenbar auch mit geringeren Qualifikationen berufen werden als Männer".

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