Katholische Kirchenmitarbeiter publizieren auf kreuz.net

Die Deutsche Bischofskonferenz tut sich schwer, gegen Mitarbeiter vorzugehen, die auf der radikalen Website kreuz.net veröffentlichen. "Unsere eigenen Recherchen stoßen deshalb an Grenzen, weil die Autoren namentlich gezeichneter Artikel für uns nicht auffindbar sind", sagt ihr Sprecher Matthias Kopp.

Nach SPIEGEL-Informationen sind oder waren dagegen mindestens zwei Dutzend Autoren mit kirchlichem Hintergrund auf dem katholischen, teils als verfassungsfeindlich eingestuften Nachrichtenportal aktiv, darunter Priester, Kirchenangestellte und mindestens ein Religionslehrer.

Texte finden sich unter anderem von Prälat Georg May aus dem Bistum Mainz, dem Papst Benedikt XVI. Anfang des Jahres den Ehrentitel Apostolischer Protonotar verlieh. Auch ein Sprecher des rund 500 Mitglieder starken Netzwerks katholischer Priester, Pfarrer Hendrick Jolie, ist mit Beiträgen auf kreuz.net erschienen. Ein besonders aktiver Schreiber ist Hubert Hecker, der für die katholische Kirche Religion an einer Schule im Bistum Limburg unterrichtete, bis er vor wenigen Wochen in Ruhestand ging.

Sollten sich Kirchenmitarbeiter diffamierend auf kreuz.net betätigen, hieß es in einem Brief des Sekretärs der Bischofskonferenz Hans Langendörfer an den Grünen-Abgeordneten Volker Beck, "würde es sich um eine ungeheuerliche Pflichtverletzung handeln, die für den kirchlichen Dienstgeber nicht hinnehmbar wäre".

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