In der Koalition wachsen die Zweifel an einem möglichen Ausbildungseinsatz der Bundeswehr im westafrikanischen Mali. Nach dem neuerlichen Militärputsch vorige Woche sei die Verlässlichkeit der malischen Partner in Frage zu stellen und nicht vorhersehbar, ob und wann deutsche Soldaten mit der Ausbildung der Armee vor Ort beginnen könnten. "Europa kann keine Armee von Putschisten ausbilden. Es wäre besser, eine einsatzfähige Eingreiftruppe mehrerer afrikanischer Staaten außerhalb Malis zu befähigen", sagt FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff. "Nach Afghanistan können wir die Bundeswehr nicht gleich in das nächste Abenteuer schicken." Auch Hoffs Kollege Roderich Kiesewetter (CDU) plädiert für einen Ausbildungseinsatz außerhalb Malis: "Senegal oder Algerien sind eine geeignetere Umgebung."
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